Impressionen nach einem halben Leben TRIKING fahren......

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Impressionen nach einem halben Leben TRIKING fahren......

Beitrag von Karl-Friedrich Aster am Do Aug 03, 2017 5:31 pm

In meinem Motorradclub, dem MC Saeuerland kauften sich Ende der 70er, Anfang der 80 er  Jahre einige Mitglieder sehr starke Motorradgespanne.  Als YAMAHA-Händler seit 1979 sollte es schon eine solche sein .Eine XS 1100, 94 PS, Vierzylinder mit Kardan,die wars.. . Aber 11000 DM sind schon zzgl Beiwagenbausatz eine echte Hausnummer.Beim Ausverkauf dieses tollen Motorrades kaufte ich es für 6.500 DM zzgl. EML Bausatz. Peter Horn, HONDA-Händler in Iserlohn besorgte den Satz. In ganz kurzer Zeit hatte ich das Gespann aufgebaut und Peter brachte es für mich durch den TÜV. Mit meinen beiden kleinen Kindern und meiner Frau reisten wir mit dem Club bis ins Zillertal. Die Fahreigenschaften, toll in Linkskurven, aber sehr bescheiden nach rechts, weil leicht aufsteigendes Beiwagenrad, konnten mich nicht lange begeistern .Einige von uns packten Gewicht in den Beiwagen um Hochsteigen bei Solofahrten zu vermeiden. .In Ruhe suchte ich nach einer Alternative, für den  Motorradliebhaber.....
Eben bei jenem Peter Horn fand ich in einer MO- Motorradzeitschrift einen Artikel über die englischen TRIKING Dreiräder und ließ Prospekte kommen. Zwischen meiner 1. YAMAHA R 3 und meiner MÜNCH 4, hatte ich eine nagelneue Moto Guzzi V 7 Spezial besessen. Dieser urige und sehr starke  Motor hatte mich sehr beindruckt Ich beschloß deshalb mir einTRIKING zu kaufen und verkaufte mein XS 1100 Gespann.         Neun lange Monate habe ich bis zur Abholung in England warten müssen. Ich bestellte ein Fahrzeug, das ich bisher nicht sah, nur nach den Bildern in der MO....
Mit meiner Frau und PKW mit Anänger bin ich losgefahren  und erlebte zum 1. Mal den  Linksverkehr und damals noch die Bürokratie in Englisch an der Grenze.
Es war schon toll, nur ein einziges TRIKING vorzufinden, das  in der kleinen Werkstatt im kleinen Örtchen Marlingford in Norwich auf meine Abholung wartete. Der sehr nette, aber zurückhaltende Tony Divey nahm uns in Empfang. Das war 1988, und Tony und ich wurden im Laufe der vielen Jahre echte Freunde.-.
Am 17.Juni zuhause  angekommen baute ich allein wie ein Besessener in sehr kurzer Zeit bis  Dezember mein Fahrzeug auf. Ich brachte es  nach einigem Hin und Her mit dem Iserlohner dann in Soest durch den TÜV.
Es war ein schneeloser Winter im Jahre 1988. Das kam mir sehr gelegen.  In jeder freien Minute fuhr ich mein neues Spielzeug und war begeistert von  der Handlichkeit und Spritzigkeit. Linkskurve oder Rechtskurve, scheißegal, die Fuhre lag wie ein Brett. Anfangs hatte ich
noch immer Respekt ob wohl eines der Räder in der Kurve steigt wie beim Gespann, aber nein, die Wahl des vierzölligen Vorderreifens von Tony verhinderte das. So gingen die Jahre ins Land und ich hatte etwas ganz Besonderes. Bereits 1992 trafen wir uns anfangs mit 3 Threewheelern zu dem ersten Treffen bei Armin Hommel im Westerwald im schönen Liebenscheid. Unvergessen weil wir totale Außenseiter waren. Zu dritt, Armin Hommel, Cornelius Kloska und ich zelebrierten das 1. Treffen Immer wieder kamen Interessenten für diese seltenen Fahrzeuge vorbei und waren uns immer willkommen.
Heute treffen sich z.B. 2015 in Schottland 90 Fahrzeuge zum " 23.German Threewheeler-Meeting"
Natürlich hatte man den Wunsch auch bei den Oldtimern vorbei zu schauen, was ich in Arnsberg gern tat. Bereits beim 2. Besuch bat mich der Veranstalter doch bitte die Schaufahrt in der Innenstadt mit zu fahren, weil die Leute so viel Spaß an dem TRIKING hatten.
Dabei habe ich so viel Zuneigung zu diesem kleine Fahrzeug erfahren, wie ich es niemals für möglich gehalten hätte.-
Mit den Jahren  konnte ich dann auch bei den Youngtimern starten und wurde immer wieder eingeladen - weil die Leute wie dulle darauf waren..
Ich bin mittlerweile 4 x in England damit gewesen und habe noch keinen Deut Spaß an diesem Fahrzeug verloren. Es ist auf Langstrecken wegen des ausgezeichneten Windschutzes, (natürlich mit Ohrstöpseln), sehr  bequem und ausdauernd zu fahren. Ein Verdeck besitze ich nicht, weil ab ca.80 km/h eh kein Regen mehr hineinkommt und bei Stillstand spanne ich einen großen Schirm auf   .....                       
Schließlich bin ich Motorradfahrer.
Karl-Friedrich Aster

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